Naturpark von Ragakapa

Die Fläche vom Park beträgt 150 ha. Der Naturpark von Ragakapa ist ein Naturschutzgebiet, das gegründet wurde, um die mit altem Kiefernwald bewachsenen Dünen und die Naturvielfalt der Meeresküste zu erhalten. Die Düne Ragakapa,  die 17 Meter hoch ist, steht seit 1962unter staatlichem Naturschutz.  Um die Besucher mit den  Naturwerten des Territoriums bekanntzumachen, sind im Naturpark zwei Naturpfade angelegt worden. Einer davon ist  circa 2 km lang und besteht zum größten Teil aus Holzstegen.  Auf dem Pfad sind auch Info-Stände und Bänke aufgestellt worden, an den steilsten Abhängen – Leitern. In der Nähe vom Freilichtmuseum ist es möglich, von diesem Pfad auch auf den anderen zu gelangen, der von der AS „Latvijas valsts meži” bewirtschaftet  wird. Der Naturpfad gibt Informationen über die Naturvielfalt im Naturpark, über die ungewöhnliche Geschichte der Landschaften von Ragakapa, vorkommende Pflanzen, die natürliche Entwicklung eines alten Kiefernwaldes sowie über den  von Insekten hinterlassenen Spuren im Wald. Das ständig veränderliche Öko-System vom Naturpark ist die einzige Zuflucht von vielen selten vorkommenden Tierarten. Im Naturpark sind sieben in der Europäischen Union unter Naturschutz stehende Biotope festgestellt worden, darunter embryonale Dünen, weiße Dünen, mit Wald bewachsene Meeresdünen und natürlich entwickelnde alte Nadelwälder. Die mit Wald bewachsenen Meeresdünen sind ein in Lettland besonders geschütztes Biotop. Im Park kommen 21 in Lettland unter Naturschutz stehende Arten vor: acht Pflanzen-, eine Pilz-, acht Insekten- und vier Vogelarten. Im Naturpark wächst die in der EU geschützte Sandnelke, nisten die Waldtaube, der Schwarzspecht, die Heidelerche und der Brachpieper. Mit Rücksicht auf diese Naturwerte vom Naturpark Ragakapa wurde er ins Netz der europäischen Naturschutzgebiete NATURA 2000 aufgenommen.

Im Naturpark Ragakapa erwarten dich sowohl prachtvoll blühende, als auch viel bescheidenere Pflanzen. Jede davon hat sich dem Wachstum in besonderen Verhältnissen angepasst. An den sonnigen Abhängen von den mit Wald bewachsenen Dünen wärmen sich in der Sonne Pflanzenarten, denen Trockenheit nicht schadet, dagegen an nördlichen Abhängen, wo es viel mehr Feuchtigkeit gibt, wachsen die den Schatten liebenden Pflanzen. Auch die Nähe des Meeres, der Windeinfluss und der etwas salzige Boden bilden eine einzigartige Mikrowelt, wo nur die stärksten überleben können. Hier sind acht von den in Lettland besonders geschützten Pflanzenarten festgestellt worden.  Für Einwohner Lettlands scheinen die Dünen nichts Besonderes zu sein – wir sind daran gewöhnt, dass sie sich fast in der Länge von 500 km an  der ganzen Meeresküste erstrecken. Jedoch an vielen Orten weltweit kennt man solche Dünen nicht, deshalb sind sie ein im europäischen Maßstab einzigartiges Öko-System. Für viele Tier- und Pflanzenarten ist es der einzige geeignete  Lebensraum.  Die Bodenbedeckung der Dünen ist sehr leicht zerbrechlich.  Wenn sie zerstört wird, erneuert sie sich erst wieder nach einer sehr langen Zeitperiode. Deswegen ist es verboten, die Bodenbedeckung der Dünen zu schädigen, die Dünen mit mechanischen Fahrzeugen zu befahren, Lagerfeuer zu entzünden oder zu zelten. Die Dünen haben sich an der Meeresküste gebildet. Die ursprünglich wandernden weißen Sanddünen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts bepflanzt – hier wurden Kiefern eingepflanzt, die die schweren Wachstumsumstände ertragen können. Die Vordünen, die näher an der Meeresküste liegen, bilden sich immer weiter. 

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